HOCHVERDIENTER PUNKT IN DER GOLDBERGARENA

Im Spitzenspiel der Landesklassenstaffel 3 zwischen dem Thüringenligaaufsteiger FSV 06 Ohratal und dem VfL Meiningen 04 gab es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit welchem beide Teams leben konnten, auch wenn VfL-Trainer Krautwurst ein wenig haderte mit dem Ergebnis. Die Spielanteile und Mehrzahl der Torchancen lag auf Seiten der Gäste, doch der entscheidende Pass im letzten Drittel war teilweise nicht konsequent genug gespielt, um die Partie als Sieger zu verlassen. Durch die Erfolge von Borsch und Hildburghausen rutschten die Theaterstädter auf den vierten Tabellenrang, können aber am kommenden Wochenende durch einen Sieg m Heimspiel gegen Borsch aus eigener Kraft noch den Sprung aufs Treppchen schaffen und so eine herausragende Saison krönen. Nach dem Spiel ehrte Staffelleiter Werner Gerling im Auftrag des Thüringer Fußballverbandes den FSV Ohratal für den vorzeitigen Staffelsieg in der Landesklasse und dem damit verbundenen Aufstieg n Thüringens höchste Spielklasse. Auch Gästetrainer Timo Krautwurst schloss sich im Namen der Mannschaft und des Vereins den Glückwünschen an und überreichte ein Präsent des VfL Meiningen 04. Er verband seine Wünsche mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen in der übernächsten Spielzeit in der Thüringenliga. Vorher sahen die Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen ein interessantes Spitzenspiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Fast wäre den Gästen auch in den Anfangsminuten die Führung geglückt, als man den Gegner hoch anlief und Jung als letzter Mann gekonnt unter Druck setzen. Sein
Rückpass auf Torwart Apel wurde fast zum Missverständnis, denn der Ball strich Millimeter am eigenen Gehäuse vorbei. Im Anschluss versuchte der VfL durch ruhigen Spielaufbau das Geschehen in den Griff zu bekommen, eigen Möglichkeiten zu kreieren und Abschlüsse zu bekommen. Bis auf letzteres gelang dies dem Gast recht gut, doch die Hereingaben und Flanken waren zunächst zu ungenau oder mit fehlender Schärfe und Genauigkeit. Mehrfach raufte sich das Meininger Trainerteam an der Seitenlinie die Haare, denn die Einheimischen waren in dieser Anfangsphase noch nicht richtig auf dem Platz. Erst Mitte der ersten Hälfte kamen auch sie zu gekonnten Ballstafetten und deuteten ihre Torgefährlichkeit an. Der zweite Ball nach einer Ecke erreicht Rast, der aber zu wenig Druck hinter seinen Kopfball bringt und so nur das Lattenkreuz trifft. Der gleiche Akteur trifft dann wenig später doch, als Parlesack im Mittelfeld bei Hill nicht zupackt und dessen Zuspiel im Strafraum den Torschützen erreicht und durch einen Drehschuss Kallenbach überwindet. Mit diesem knappen Vorsprung geht es anschließend auch in die Kabinen. Nach dem Wechsel setzt Förtsch aus der Distanz das erste Achtungszeichen, ehe die Partie für zwanzig Minuten hin und her wogt. Wildies mit Kopfball knapp drüber nach einer Ecke von Schack und Safradin auf der Gegenseite verzieht ebenfalls knapp seinen Kopfball. Danach konnte sich wieder Kallenbach auszeichnen beim Distanzschuss von Schack, ehe die bis dahin beste Gelegenheit des VfL nicht zum Ausgleich führte, da Fritz in letzter Sekunde geblockt wurde und auch der aufgerückte Safradin bringt das Leder im Gewühl nicht über die Torlinie aus Nahdistanz. Wenig später dann fast die Entscheidung auf der Gegenseite bei einem Tempogegenstoß mit Überzahlspiel, doch Weyer kann den Querpass von Rast in allerhöchster Not zur Ecke klären, wie auch Kallenbach in der 68. Minute gegen Beese. Der eingewechselte Landgraf findet in Apel seinen Meister und Vitolnieks scheitert am Pfosten. In der Schlussviertelstunde eines kräftezerrenden Spiels bestimmte dann der VfL das Geschehen und drängte auf den Ausgleich. Immer wieder angetrieben durch Franke und Safradin rollten die Angriffe auf die Einheimischen zu und sollten in der 81. Spielminute auch belohnt werden. Ein Angriffszug über die rechte Seite erreichte den ebenfalls frisch in die Partie gekommenen Benslimane , der schnörkellos sofort das Leder ins Zentrum brachte und Landgraf im Rücken der Abwehr freistehend für den Ausgleich sorgte. So blieb es bis zum Ende der Partie beim 1:1, ehe die Feierlichkeiten für die Einheimischen begannen.