DER VFL IST HERBSTMEISTER

Trotz des letzten Spieltages der Hinrunde in der Landesklasse am kommenden Wochenende ist dem VfL Meiningen 04 die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen, weil auch im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten die Serie nicht riss. Durch den 3:1 Heimerfolg blieb der Gastgeber auch im letzten Pflichtspiel vor der Winterpause ungeschlagen und überwintert somit an der Tabellenspitze der Staffel 3. Mit der vielleicht besten Saisonleistung bisher nach der Pause verdienten sich die Einheimischen die drei Punkte, auch wenn es in der Schlussphase kurzzeitig nochmal hektisch wurde. Wacker Gotha musste am Ende den Erfolg des VfL anerkennen und gratulierte sportlich fair. Dabei brauchten die Meininger zunächst eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden. Trainer Kißling hatte an der Seitenlinie dreißig Minuten alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft zu lenken und zu leiten. Die Gäste aus Gotha hatten Ball und Gegner im Griff und versuchten immer wieder über Burkhardt ihre rotierenden Spitzen Fiedler und El Antaki mit langen Bällen in Szene zu setzen, welche aber gegen die Viererkette des Platzbesitzers kaum zu Chancen kamen. Einzig in der 7. Spielminute, als Scheeder mit einer blitzschnellen Parade einen Rückstand seines Teams verhinderte. Auch die Gelegenheit nach der anschließenden Ecke versiebte El Antaki deutlich über das Tor. Meiningen fehlte die Linie in der Partie, so dass der Gast immer wieder zu Ballgewinnen kam. Ab der Minute zwanzig arbitete sich der VfL förmlich ins Spiel und setzte durch Aljija und Daneyko aus der Distanz die ersten Achtungszeichen. Auch klappte nun mehr das hohe Anlaufen bei gegnerischem Ballbesitz und die Wacker-Elf bekam sichtbar die ersten Probleme. Meiningen wurde mutiger und belohnte sich kurz vor der Pause. Von der linken Seite hielt Aljija einfach makl drauf und der hoch springende Fritz irritierte Keeper Büttner so, dass der Ball urplötzlich im Netz zappelte. Fast hätte Samimi nach einem Konter noch einen zweiten Treffer erzielt, doch das Leder streifte über den rechten Torwinkel. Mit dieser Führung im Rücken steigerte sich der Gastgeber nach dem Wechsel noch ein Stück und nun spielte im Stadion Maßfelder Weg nur noch eine Mannschaft, die des VfL. Die Theaterstädter standen nun hinten wie eine Festung und in der Offensive brachten sie nun die Gäste ein ums andere Mal ins Wanken. Das hoch verdiente zweite Tor entsprang einem Standard, als der eingewechselte Franke einen Eckball butterweich auf den zweiten Pfosten servierte und Safradin am höchsten stieg. Sein Kopfball passte millimetergenau unter die Latte und die Einheimischen bogen auf die Siegerstraße ein. Allerdings wäre für das Trainerteam an diesem Tag sicherlich der dritte Treffer wünschenswert gewesen, denn man wusste um die Stärke des Gegners in der Schlussviertelstunde, als sie in den vergangenen Wochen viele Partien für sich entscheiden konnte. Trotz der Möglichkeiten für Hummel, Samimi, Franke mit Freistoß, Aljija und Daneyko verpasste der VfL die endgültige Vorentscheidung.Gotha stellte dann taktisch um und versuchte, auch mit den Einwechselungen, wieder mehr für die Offensive zu tun. Gefährlich wurde es aber nur bei den weiten Einwürfen oder Standards der Gäste. Doch gerade wieder so ein Einwurf von Burkhardt stiftete Verwirrung im Strafraum und Weyer foulte seinen Gegenspieler in der Gefahrenzone. Fiedler ließ sich zwei Minuten vor demEnde der regulären Spielzeit die Chance zum Anschluss nicht nehmen und donnerte den Ball unhaltbar n die Maschen. Schiedsrichter Keith aus Mühlhausen, dem eine fehlerfreie Leistung attestiert werden konnte, legte noch drei Minuten oben drauf, in der Parlesack nach einen schnellen Einwurf alleine vor Gotha’s Keeper stand und den Deckel zumachen durfte. Am Ende ein hochverdienter Sieg und ein würdiger Abschluss für den Spitzenreiter.

M. Safradin (Torschütze zum 2:0): Mit den ersten zwanzig Minuten waren wir heute nicht zufrieden, ehe wir unseren Rhythmus finden konnten. Danach haben wir den Druck gemacht und sind mit einer knappen Führung in der Pause. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Qualität zeigen können. Mit meinem Tor konnte ich uns helfen im wichtigsten Spiel dieses Jahr, damit wir als Team unser Ziel verwirklichen können.

M. Kißling: In den ersten Minuten war das Spiel sehr taktisch gewesen und wir waren nicht mutig genug unseren Plan umzusetzen. Ab Minute 25 sind wir stärker geworden und das Tor vor der Pause sollte der Knotenlöser für eine überragende zweite Hälfte werden, die wir klar dominiert haben. Obwohl der dritte Treffer nicht fallen wollte, hatte ich heute nie das Gefühl ( auch nach dem Gegentor nicht), dass wir nicht den Platz als Sieger verlassen.

F. Winterstein (Präsident): Mit der vielleicht besten Leistung der Hinrunde heute in der zweiten Hälfte haben wir uns den Platz an der Sonne über den Winter verdient. Diesen gilt es nach einer kurzen Pause über die Feiertage und einer konzentrierten Vorbereitung dann in der Rückrunde zu verteidigen.